On nous en avait deja parle... Le syndrome des voyageurs en Inde, deux possibiltes : ceux qui brulent leur passeport et partent tous nus sur les routes en chantant Are Krishna, et ceux qui se refugient a l'ambassade en suppliant d'etre rapatries d'urgence. Moi, je n'ai pas brule mon passeport...
A Udaipur, nous avons un charmant petit hotel donnant directement sur le lac, avec vue sur les ghats ou les gens se lavent, se baignent et font leurs ceremonies religieuses. Chaque matin, nous sommes reveilles par le bruit que fond les femmes en battant le linge. L'eau est verte, pleine de poubelles, d'algues, mais sacree ! Les habitants doivent etres immunises, moi si je m'y baignais, c'est ma peau qui deviendrait toute verte...
Pour visiter le palais d'Udaipur, nous prenons un guide, qui apres 5 minutes de visite nous invite deja chez lui. Le type est louche mais nous acceptons. Nous convenons avec Stefan que je ne boirai et ne mangerai rien au cas ou il veuille nous empoisonner pour nous devaliser. Le soir nous le retrouvons au lieu dit, et nous partons tous les 3 sur sa moto (chiffre raisonnable, on a deja vu des familles entieres sur une petrolette). Sa femme et sa fille nous attendent, nous offrent the et biscuit, je ne mange rien. Comme il ne nous a pas invite pour nous parler de nos ancetres les Gaulois, sa femme nous sort toute une serie de bijoux qu'elle fait elle-meme et veut nous vendre. C'etait donc ca !
C'est la fin du festival qui dure depuis 9 jours. La religion hindoue est omnipresente. A chaque coin de rue, autel ou temple, ceremonies, musique, danse, offrandes, et on emmene les statues au milieu du lac ou elles sont immergees en fanfare... De temps en temps le muezzin du haut de son minaret essaye de rappeler que la communaute musulmane est egalement tres presente. C'est la rivalite. Un chauffeur de rickshaw musulman, apres qu'un groupe d'hindous ait lance en l'air une poudre rose fluo, nous dit : "ils sont fous ses hindous". Parfois, c'est l'inverse.
Au detour d'une rue, nous tombons nez a trompe avec un enorme elephant... Plus rien ne nous etonne. Parfois c'est un chameau, parfois un groupe de singes, et en permanence des vaches et des chiens. Et entre eux slaloment des mendiants, des handicapes, malformes, defigures, des femmes avec leur bebe qui s'agrippent a nos bras, des sikhs avec leur superbe turban ou les fils avec leur chignon sur le devant de la tete, les femmes en saris virevoltants et colores, le corps couvert de bijoux dores... Le tout au milieu de tout type de transport bruyant et polluant... : la rue est un spectacle quotidien. Dans les restaurants, nous nous refugions au calme et, comme a chaque fois, savourons la succulente cuisine indienne. Nous adorons et ne pouvons nous en lasser !
Apres quelques heures de train, nous voici a Pushkar, ville a la fois tres conservatrice et tres hippie autour d'un petit lac sacre. Apres nous etres enfuis apres une premiere nuit dans un hotel archi-basique (a minuit, le garcon d'etage est encore venu scotcher la porte de la sdb qui se desintegrait), nous passons 4 jours complets dans le plus confortable hotel que nous ayions jamais eu. Nous n'en bougeons plus, farniente total.
Le dernier soir nous prenons un train de nuit qui nous emmene a Agra. Au petit matin, nous partons decouvrir le Taj Mahal. Lorsque nous arrivons, c'est une apparition absolument magnifique et poetique qui s'offre a nous dans la brume matinale. Beaute, emotion...
Puis enfin, notre avant-derniere etape ! Nous retrouvons Pascal, Bene et ses parents en debut de soiree et passons un excellent moment a nous raconter aventures et mesaventures. Puis nous achevons notre sejour en Inde par la visite de Qtub Minar, un tres ancien site musulman, et le temple Bahai, en forme de lotus, a l'architecture etonnante et magnifique en beton et marbre blanc. Cette religion qui nous etait inconnue prone la tolerance, l'egalite, la paix entre tous les peuples... vaste programme.
Demain 1er novembre, nous nous envolons pour notre vieux continent... Nous passerons une dizaine de jours en Angleterre, en esperant ne pas trop souffrir du choc thermique qui nous attend. Et la, nous vous preparerons la photo "numero 7" ;-)
Bevor wir nach Indien fuhren, haben wir mehrfach vom Indien-Syndrom gehoert. Entweder rennt der Tourist nach zwei Wochen voellig verstoert in seine Botschaft und will nur weg oder er verbrennt seinen Pass, entledigt sich all seiner Habe und latscht barfuss Hare Krischna singend ohne einen Cent in die Freiheit dieses verrueckten Landes. Wir hatten Glueck und befinden uns immer noch zwischen diesen beiden Extremen, halten sie jedoch mittlerweile fuer deutlich realistischer als vorher ;-)
In Udaipur landen wir in einem schoenen, kleinen Hotel direkt am See. Unser Zimmer ist sauber, gross und hell. Der Blick faellt direkt auf den See und die Ghats (Treppen zum Baden, Waschen und fuer Zeremonien). Ein kleiner Balkon macht das Paradies perfekt. Entspannen ist wieder angesagt. Morgens werden wir durch die Waschfrauen geweckt, die ihre Waesche schlagen und abends begleitet uns das Singen und Glockenklingeln des angrenzenden Tempels in den Schlaf. Der Blick auf den See ist trotz des algenverseuchten gruenen Wassers genial: Wir sehen das Imperial Hotel, welches eine kompakte Hotelinsel darstellt, abends grandios beleuchtet ist und schon im Octopussy James Bond zu sehen war.
Fuer den Besuch des Maharana-Palastes leisten wir uns einen Fuehrer. Nach fuenf Minuten laedt uns dieser schon zu sich nach Hause ein. Das riecht nach Hintergedanken, da der Kerl nicht wirklich vertrauenserweckend ist. Dennoch akzeptieren wir, da die Neugier siegt, und klaeren unter uns, dass Aurelie aufrgund von 'Bauchschmerzen' nix essen oder trinken wird, so dass hoechstens ich vergiftet werden kann ;-) Abends holt er uns mit seinem Motorrad ab, auf dem wir dann zu dritt (Durchschnittsbesatzung, wir haben auch schon groessere Familien auf dem Bike gesehen) durch die Stadt duesen. In seinem Haus bietet uns seine Frau Tee und Kekse an, die ich mit Genuss verzehre. Aurelie muss wie abgemacht passen. Und nach langem Palaver zeigt uns seine Frau ihren selbstgemachten Schmuck, der natuerlich verkaeuflich ist. Wussten wir's doch! Aber das Zeug gefaellt uns sowieso nicht. Also geht's eine Viertelstunde spaeter mit dem Bike zurueck zum Hotel.
Das Ende des 9 taegigen Hindufestivals naht und es sind Prozessionen, Feuerwerke, Taenzer, Musik, Statuenverseknungen im See, Blumen, Kerzen etc etc ueberall. Gleichzeitig ruft regelmaessig der Muezzin, damit man die Moslems nicht vergisst. Die Spannungen zw. Hindus und Moslems bekommen wir am Rande in Kommentaren mit oder durch beunruhigendere Zeitungsartikel (wie das Bombenattentat in Ajmer vor einigen Wochen). Ein moslemischer Rikschafahrer, der uns zum Bahnhof bringt, regt sich ueber die verrueckten Hindus auf, da sie uns mit leuchtend-rosafarbenem Puder beworfen haben. Gluecklicherweise passt die Farbe zu meiner Hose.
In einer Seitengasse stehen wir ploetzlich vor einem Elefanten. So richtig wundert uns das auch nicht mehr, sind hier doch regelmaessig die gesammelten Brehms Tierleben auf der Strasse zu bewundern. Kuehe, Hunde, Affen, Pferde, Esel, Kamele, Ochsen (und was fuer riesige!) und nun ein Elefant teilen sich den Lebensraum Strasse mit den Bettlern, den Entstellten und Behinderten, den Muettern mit Kindern auf dem Arm, den Frauen in farbenfrohen Saris, den Sikhs mit ihren gewaltigen Turbanen, den heiligen Saddhus halb nackt und in orangefarbenen Hosen, den untaetigen Polizisten in erdfarbenen Uniformen mit Schlagstoecken und uralten, riesigen Gewehren und in dem ganzen Gewuehl bewegen sich alle moeglichen Gefaehrte vom Fahrrad auf dem auch schon mal drei Butangasflaschen befestigt sind, ueber die Fahrradrikscha, die Mopedrikscha, die Autos und Taxis, die Ochsenkarren, die Kleinlaster, bunten, uebervollen Busse und der ein oder andere Truck. Das Wort Chaos ist viel zu harmlos, um diese Welt zu beschreiben und von Gestank und Laerm kann man eigentlich auch nur mit viel Wohlwollen reden. Regelmaessig muessen wir eine Atempause in einem Restaurant oder einem Snack einlegen, wo wir uns bei Lemon Soda oder Lassi und einem der zahlreichen Paneer-(Kaese)Gerichte oder Thalis (eine Art Menue) erholen und uns an der gigantisch guten und auch noch gesunden indischen Kueche erfreuen. Die vegetarischen Gerichte sind so exzellent, dass wir selbst wenn es Fleisch auf der Karte gibt, gar nicht erst in Versuchung geraten.
Nach einer ereignislosen Zugfahrt ueber Ajmer kommen wir in Pushkar an: Heilige Stadt mit einem weiteren sehr kleinen See als religioesem Zentrum und gleichzeitig Absteige vieler Hippies. Die oeffentlich ausgehaengten Benimmregeln verbieten Fleisch, Eier, Alkohol, jegliche Drogen und oeffentliche Umarmungen oder Kuesse... warum die Hippies gerade hier sind ist mir ein Raetsel. Unser erstes Hotel ist aeusserst bescheiden, doch am naechsten Tag finden wir das beste unserer ganzen Indienreise. Es ist so erholsam, dass wir uns praktisch vier Tage kaum hinausbewegen. Jeder von uns hat zwei Buecher in den vier Tagen durchgelesen!
Letzendlich geht's mit einem Nachtzug nach Agra, wo wir uns das sagenhafte Taj Mahal anschauen. Da wir frueh morgens hingehen, taucht es aus dem Morgennebel wie eine frei im Himmel schwebende Eerscheinung auf. Magisch! Dieses Wunderwerk hat uns trotz der Menschenmassen begeistert. Die geniale Idee, es auf einen Marmorsockel zu setzen, loesst es von der Erde und gibt ihm diese frei schwebende Leichtigkeit.
Letztendlich zurueck in Delhi treffen wir Pascal und Bene mit Benes Eltern wieder, die nun ins Rajasthan aufbrechen. Wir verbringen einen lustigen feucht-froehlichen Abend zusammen ohne Mangel an Gespraechstoff. Es ist schoen sie wiederzusehen! Wir beenden unseren Aufenthalt in Indien mit einem Besuch des Qtub Minars, eines alten islamischen Minaretts, und des Bahai-Tempels, der in Form einer aufgehenden Lotusbluete aus Beton und Marmor gebaut ist. Architektonisch sehr schoen! Die Bahai-Religion hat sich des universellen Friedens, der Toleranz und der Gleichheit aller Menschen verschrieben. Sie lebt in voller Akzeptanz aller existierender Religionen. Klingt pompoes, hat mich aber tatsaechlich beeindruckt.
Morgen, am 1. November, geht's zurueck auf den kalten Kontinent. Wir werden noch 10 Tage in England verbringen (yes, good English beer!), bevor uns Sarkozy in seine Arme schliessen kann.
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